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Donnerstag, 17 Juni 2021

Amüsierte „Sangerhausener“

„Schwarzer Humor ist die Abmilderung der Realität bei gleichzeitiger Vorgabe ihrer Überhöhung“, so erklären Stefan Klucke und Dirk Pursche ihre Reaktion auf das wahre Leben. Als Duo „Schwarze Grütze“ begeisterten sie nun auch live in Sangerhausen das Publikum mit ihrem Programm „TabularasaTrotzTohuwabohu“. Der Freundes- und Förderkreis der Musikschule begann damit eine neue Veranstaltungsreihe in der Kreismusikschule Mansfeld-Südharz „Carl Christian Agthe“, mit der man neue Publikumskreise auf die Einrichtung aufmerksam machen will.

Der Auftakt ist gelungen, denn die „Sangerhausener“ amüsierten sich köstlich im Ludowinger Saal darüber, wie Stefan Klucke und Dirk Pursche reinen Tisch machten mit dem weltpolitischen Irrsinn und dem alltäglichen Wahnsinn.
Nach dem Motto: „Ich weiß nicht mehr, was vorn und hinten ist“, erklärten sie, warum heute schwarz und morgen weiß richtig ist. Aber die Potsdamer gaben den „Sangerhausenern“ auch Tipps, wie: „Wenn ihr Wert auf eine eigene Meinung legt, dann informiert euch nicht!“ Außerdem haben sie die geeignete Form des Klassenkampfes gefunden: Im Land der Verbote und Bußgelder ist es die Tadellosigkeit: „Wir dreh'n den Geldhahn zu, das zwingt sie in die Knie.“ Eingebettet in das Programm war die Auswertung des Wettbewerbs, den der Förderverein im Vorfeld der Veranstaltung ausgeschrieben hatte. Dabei sollte ein Lied des Duos „Schwarze Grütze“ interpretiert werden. Lara und Luise Jäsche, Zoë Jänisch, Johannes Ziller, Jonas Wilke, Markus Gellrich und Pauline Schmiedgen hatten zum Lied „Marvins Eltern in der Pubertät“ ein Video gedreht, das nun seine öffentliche Premiere hatte. Die Preisverleihung übernahm Steffen Jäsche, Vorsitzender des Fördervereins der Kreismusikschule Mansfeld-Südharz, Bereich Sangerhausen, gemeinsam mit den Künstlern.
„Ein ganz tolles Programm“, lobte Besucherin Cornelia Herbst und versprach im Publikum zu sein, wenn die Potsdamer wiederkommen. Das könnte schon mit einem neuen Programm zum 20. Bühnenjubiläum des Duos „Schwarze Grütze“ sein. Vielleicht eröffnet es dann den Abend wieder mit vom „Aussterben bedrohten Reimformen“?  Dass der Aufruf zur Erhaltung von Stab- und Schüttelreim sowie Gleichklang beim Publikum auf fruchtbaren Boden fiel, merkten die Künstler am Ausgang: Hanne Lore Friedrich verabschiedete sich vom Duo mit einem Schüttelreim. ären Stefan Klucke und Dirk Pursche ihre Reaktion auf das wahre Leben.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 14.11.2014